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my Elbenwald Spektakel

Es begann in dunkler Nacht ... so ein Quatsch es war hell. Und der Typ beim Autovermieter hat ewig gebraucht. Ähnliches kann man auch von der Vier Stunden Autofahrt behaupten, deren Ziel dank Navi vollkommen und total und beim ersten Versuch nicht gefunden wurde. Lexis erster Kommentar: "Bilstein sagt mir was" wurde lapidar mit den Worten "klar die stellen Stoßdämpfer her" quittiert. Den Glauben ans allmächtige Navi hat das nicht eingeschränkt. Gut es wäre vielleicht hilfreich gewesen das richtige Ziel zu programmieren.

Drei Berge und keine Burg später sind wir dann doch angekommen und die gemeinschaftliche Mitarbeit von Berg und Hitze, presste das letzte aus unseren, trotz Klimaanlage, ausgemergelten Körpern heraus. Zimmer beziehen, Tasche auspacken (lies: in die Ecke feuern) und Rundgang starten war quasi eins.

Das lange Warten auf die Berliner Kollegen wurde nur von der Tatsache verschönert, das sie die Technik dabei hatten und wir so nicht alleine aufbauen mussten. Aber irgendwas ist ja immer.

Keine vier Stunden später, was mich echt zu dem Problem führt warum zur Hölle ich um sieben aufstehe um dann vor Ort vier Stunden zu warten, waren die Jungs da. Schlag auf Schlag: Auto ausladen, Zeug schleppen, Raum umräumen, Zeug aufbauen. Dabei schon die ersten Fragen beantworten und den Leuten erklären warum zur Hölle wir Computer auf dem Elbenwald Spektakel aufbauen.

Die ersten Spiele mit Blackshark und Gamma, brachten den späteren Sieger dazu sich zu fragen ob seine Siegessicherheit gerechtfertigt wäre ;). Einige Spiele, viele Gespräche und mehrere Zigarettenpausen später fassten wir den schlimmsten Entschluss des Wochenendes, der was mit Tischtennis zu tun hatte (keine Details, mein Arm tut immer noch weh).

Die zunehmende Dunkelheit lockte dann auch die üblichen Verdächtigen, Alkoholtrinker, Feiermenschen und sonstige Trolle aus ihren Verstecken, unter ihnen auch das böse Gamma. Der Lexi war in jedem Fall schon mal über alles informiert, zumindest über den Teil den man gemeinhin als das weibliche Geschlecht bezeichnet. In der Formel 1 nennt man das wohl Informationsrunde.

Irgendwie bin ich später dann im Style der beiden Alten in der Sesamstrasse zusammen mit einem versackt, den eine holde Weiblichkeit gemeinhin als Laubfrosch auf E bezeichnete. Ne etwas aufgemischte Cola und ne Flasche Martini hatten auch was damit zutun, auch hier wieder keine peinlichen Details, außer vielleicht den Spruch das es wunderbar ist, Baggern bei der Arbeit zuzusehen. Im Fall der Fälle haben der Laubfrosch und ich unsere gemeinschaftlichen Wetten in Bezug auf zum Schuss kommen und wer wo und wann pennt mit Glanz und Gloria gewonnen.

Dunkel war’s der Mond schien helle oder war’s die Morgensonne? Jedenfalls Licht aus und ab in Bett. Das von Batzen als Sony Produkt erkannte Kissen, es hatte schließlich Sonderformat, war komisch, aber nach der langen Nacht und dem Konsum hochgeistiger Getränke war das kein Thema.

Irgendwann bei elf weckte mich der Holzfäller. Zumindest stimmten Lautstärke und Geräuschpegel des Schnarchens. Ans Frühstück kann ich mich nur dunkel erinnern. Einige haben sogar guten Morgen gesagt. Viel mehr als einen mürrisches Brummen werden sie als Antwort nicht bekommen haben, denk ich mal.

Der Rest des Tages schwamm so an mir vorüber. Bemerkenswert war jedenfalls der Duschvorhang, der ähnliche Bagger- und Anklebeversuche unternahm, wie einige anwesende Herren, Tags zuvor bei der holden Weiblichkeit. Entweder war das Teil notgeil oder es stand einfach auf mich. Vollkommen verwirrt dieser Duschvorhang.

Viele coole Events später, jaja ein bissel gearbeitet haben wir auch, aber das doch nicht wichtig, gab’s was mit Bogenschiessen auf einer zehn Minuten entfernten Wiese. Leider hatte ich vergessen zu fragen, auf welches Verkehrsmittel diese Minuten bezogen waren. Gesegnet mit unendlicher Faulheit und der überlegenen Intelligenz des Unsportlichen, entschied ich auf dem halben Weg, das es nun Zeit sei umzukehren. Vielleicht nicht die beste Entscheidung, aber eine die von meinen, bereits Tischtennis geschädigten, Beinen sehr begrüßt wurde.

Ab 20 Uhr haben wir dann auch mit dem Turnier begonnen. Keine Frage dass es erstmal locker eine Stunde gedauert hat, bis ich einen Turnierbaum auf dem Papier hatte. Ist ja auch gut sieben Jahre her. Nichts desto weniger lief das Turnier gut und reibungsfrei. Es kristallisierten sich schnell zwei Sorten von Spielern heraus. Der einen Gruppe Ziel war der schnelle Sieg, die anderen spielten wohl gerne Siedler oder andere Aufbaugames. Gegen eins haben wir dann den Rest der Games auf den nächsten Tag verschoben.

Eine Flasche Doro und viele sinnfreie Gesprächesversuche mit zwei gleichnamigen später, hab ich mit Erschrecken feststellen müssen, das ich schon wieder der letzte wache Krieger auf der Burg war. Gut dass die Orks nicht kamen, das wäre einen Blutbad geworden. Sonst kommen die immer im Morgengrauen, oder waren das die Indianer? *grübel* Als verwerflich möchte ich nochmals das Umwerfen des Aschenbechers im Burghof brandmarken. Schließlich hatte ich die ganze Nacht bei jeder Raucherpause immer schön da reingeascht und die Kippen eingeworfen. DER Aufwand war wohl mal umsonst.

Der Samstag begann ähnlich schmerzhaft wie der vorherige Tag, nur das die warmen Leckerein diesmal kalt waren. Ok kein Ding, ich hätte den Unterschied eh nicht bemerkt. Die steigenden Temperaturen und das schrecklich helle Sonnenlicht bekämpfte ich mit Kellerhocken. Durchaus eine sinnvolle und angebrachte Art und Weise, welche mir allerdings weitere Tischtennis Runden und Schmerzen in den Augen bei jeder Raucherpause einbrachte. Derweil rannte das Turnier zäh vor sich hin, die vielen genialen Workshops und Events haben wir clever aufgeteilt, so dass wir von fast allem Fotos machen konnten.

Einige Anekdoten, die man später sicher noch in der Kategorie "Weißte noch auf der EW 2006" verwenden kann, den Leser jedoch über Gebühr strapazieren würde und viele Events später, endete der Arbeitstag mit der Siegerehrung und dem Verschenken einiger Games, was mir neben einer Umarmung, den Blick auf viele glänzende Augen und zufriedene Gesichter einbrachte.

Der selige morgendliche Entschluss, heute garantiert keinen Alk zu trinken wurde von einer 20 Euro Biertrinke Karte völlig ruiniert. Blödes Ding. So trank sich die Nacht dahin und war wirklich witzig. Neben den üblichen Baggerbeobachtungen, was manche auf dem Gebiet an Aufwand und Frequenz leisten ist wirklich beeindruckend, gab’s einige witzige Gesprächsrunden und jede Menge dreiMeterFuffzig doof glotzen. Geiler Sternenhimmel übrigens, nur die Lampen auf dem Hof haben etwas gestört. Alles in allem also ein recht erfolgreicher und lustiger Nachtverlauf, der von einem Wehrwolfspiel mit verdammt vielen Toten gekrönt wurde. Abschließend stellte ich mich tapfer einem Gagfeuerwerk des Hofnarren. Krass was man betrunken so an Gags sauber aufs Parkett legen kann. Die letzte brüderlich geteilte Kippe, ja es war ne Jugendherberge - kein Knast, geleitete mich zu Bett.

Fünf Minuten später war ich wieder wach. Dumm nur das die Uhr und die blöde Sonne felsenfest der Meinung waren, es sei Mittag. Voll dumm! Das vernebelte Frühstück und den anstrengenden Abbau hab ich dank der netten Küchendamen, die mir eine Kippe ausgaben, gerade so überlebt. Allerdings hatte ich echte Bedenken wegen der Heimfahrt, weniger wegen dem Bier (soviel war das nicht) als mehr wegen Müdigkeit. Diese war allerdings nicht das Problem, sondern mal wieder die Technik. Erst wollte ein störrischer EC Automat meine Karte nicht, was uns zur Suche eines weniger störrischen zwang, dann meinte die Navi keine Lust mehr haben zu müssen.

Finally, nach fast fünf Stunden hat sich mein Körper mit einem klebrigen Geräusch aus der Sitzschale gelöst. Klima hin oder her, die Wärme ist nur Kacke auf so langen Fahrten. Der Rest des Abends verging mit komatösem TV schauen.

Fazit: eines der genialsten Wochenenden seit langem und das obwohl wir jedes zweite Wochenende auf einem anderen Event sind. Immer wieder gerne. Super Leute, super Stimmung, super Event. Bis, hoffentlich, nächstes Jahr.

Und für die welche diesen vollkommen sinnfreien Erguss einer Hitzewallung, jawohl in ganz Thüringen sind Unwetter nur bei uns ist immer noch beschissen warm, zur Gänze gelesen haben: RESPEKT! Ich hab den Mumpf nach dem Schreiben nicht noch mal gelesen ;)



Erstellt ... 20.06.2006
Autor ... Gamma
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