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Marc Nilsson: Titan-Mode Q&A

Titan-Modus - Q&A mit Marcus Nilsson



Ein ausführliches Interview mit Q&A gab vor wenigen Tagen Marcus Nilsson, seines Zeichens Senior Producer bei DICE, Schweden. Im folgenden findet ihr die freie Zusammenfassung der Inhalte.


Zunächst zitiert er den "alten" Conquest Modus als den einfachsten und daher erfolgreichsten Spielmodus. Man braucht wenig Vorwissen und kann direkt ins Geschehen einsteigen. Doch, wie er später dem Spielprinzip zugesteht, hat dieses den leichten Nachteil, dass "ein einzelner Spieler irgendwo zu einem Flaggenpunkt fahren und diesen einnehmen kann" ohne dass sich eine "geschlossene Front" aufbauen lässt.

Der Titan-Modus sei jetzt aber keine "Lösung" diese Problems, sondern ein weiterer Spielmodus, der vor der Entwicklung von BF2142 schon lange herumgeistert, bisher aber noch nicht das richtige Setting gefunden hat, um konsequent umgesetzt werden zu können. Dies ist nun mit BF2142 erfolgt.

Nilsson beschreibt den Titan als Aquivalent der Flugzeugträger, als vom Commander bewegbaren Verstärkungspunkt. Für den "normalen Spieler" wird sich der Kampf in diesem Modus in drei Teile gliedern.

1. Der Kampf am Boden
Das primäre Ziel ist es, die auf der Karte strategisch verteilten Silos einzunehmen. Nur diese können in kurzer Zeit die Schilde des Titan zerstören.
Wie es in der BF-Serie jedoch Usus ist, wird der Spieler nicht dazu gedrängt, so vorzugehen. Man kann auch mit allen anderen Waffen auf die Schilde einschiessen, was aber relativ lange dauern wird.
Somit ist es sinnvoller, die Silos zu sichern und zu halten. Denn solange diese von einer Partei gesichert sind, werden die Raketen starten, bis der gegnerische Titan sturmreif ist.

2. Der Weg nach oben
Als nächsten Schritt ist es an den Teams, einen Weg hoch zum schildlosen Titan zu finden um ihn entern zu können.
Man wird auch hier nicht in diesen Verlauf gezwungen. Mit viel Geduld kann man den Titan auch mit "konventionellem" Dauerbeschuss zerstören, was aber -wie bei den Schilden- sehr lange dauern kann.

3. Den Titan entern und zerstören
Für diese Aufgabe benötigt man ein ausgewogenes Squad, welches, je nach Ausrüstung mit offensiven Unlocks (z.b. "Unsichtbarkeit") dann sehr taktisch vorgehen muss.
Der Gedanke der Entwickler bei diesem Teil des Kampfes war geprägt von der "Eröffnungszene" des ersten Star-Wars Filmes (Episode 4) in dem der Sternzerstörer die Corvette entert. Die Athmosphäre, die entsteht, wenn die Verteidiger sich hinter einer "Tür" sammeln, in schmalen Deckungen und in Unterzahlt und das Wissen "Gleich kommen sie durch dieses Tor", soll hierbei eingefangen werden.

Natürlich gibt es einige wichtige FEATURES, damit der Einzelspieler/das Team weiss, wo Not am Mann ist.
So kann zum einen der Commander mit seinen Squads kommunizieren und ihnen mitteilen, dass sie auf dem Titan als Abwehr gebraucht werden. Entscheidet man sich dafür, kann es sein, dass man sich in Unterzahl in der Verteidigung wiederfindet. Die Positionen sollen jedoch so gestaltet sein, dass man sich z.B an der "Console" relativ lange einbunkern und länger aushalten kann. Ausserdem wird es -neben den offensiven- auch defensive Unlocks geben, die die Verteidiger unterstützen können. Auch soll es einen GUIDE geben, der dem Spieler (nicht nur auf dem Titan) die wichtigen Brennpunkte mitteilt bzw. eine HUD-Anzeige: was ist schon zerstört, was muss zerstört werden bzw. was ist noch am eigenen Titan "dran".

Natürlich muss man hier wiederrum nicht unbedingt in die Verteidigung des Titan einsteigen. Auch der Bodenkampf setzt sich unterdessen fort.

Alternativ (auch und vor allem, wenn der eigene Titan schon geentert ist) können die Bodenteam weiterhin Silos einnehmen. Während das Verteidigerteam den eigenen Titan zu halten versucht, können die anderen den gegnerischen Titan entern und das Spiel so herum reissen! Inwiefern der Kampfverlauf schon gekippt ist, können die Spieler unter anderem durch die oben genannte "Anzeige" ersehen.

Das heisst in der Folge: Der Kampf wird NICHT auf dem Titan alleine entschieden, sondern kann immer "umschwingen". Durch den parallelen Kampf am Boden und auf dem Titan erhält der Titan-Modus taktische Tiefe.

Ganz wichtig ist hierbei natürlich die BALANCE.

Da sich das Spiel noch im Entwicklungsprozess befindet, ist es im Moment (leider noch) so, dass der Kampf um den Titan zu schnell beendet ist, wenn die Angreifer erst mal "oben" sind bzw. einen Brückenkopf dort errichtet haben (z.B. mobile Spawnpunkte vom Squadleader)
Dies zu ändern und den Gesamtspielverlauf im richtien Maß zu verlängern, ist ein Schwerpunkt der Entwicklung.
Angepeilt sind hierbei eine Spieldauer von 20-25 Minuten, wobei sich nach der Hälfte der Zeit der Kampf (idealerweise) auf den Titan verlagern soll.


Nach dieser generellen "Einführung" zum TITAN-Modus, kam man im Interview auch noch auf andere Spielmodi zu sprechen, da Nielsson angemerkt hatte, das das Team auch andere Systeme angedacht und wieder verworfen hat.

Es gab die Idee, ungleich große Teams einzusetzten oder die eines "Hunting Mode" (Ein Spieler gegen den Rest) aber auch mit einem leicht evolutionierten Conquest Modus mit den bekannten "Supply Lines" (ANM für DesertCombat Veteranen: Medina Ridge) waren überlegungen angestellt - und wieder verwofen - worden.

Nielsson verriet, dass man für jedes BF-Spiel eine "Innovation" einführen wolle. Und dieses mal wäre es der Titan Modus.
Er musst zwar eingestehen, dass dieser Modus kein "nie dagewesener" Spieltyp sei, dass ein solcher aber auch seine Gefahren hätte. Daher ist es sinnvoller "...sich viele Typen anzuschauen und zu kombinieren.." um im Endeffekt einen guten Modus zu erhalten. "Unique" ist dieser Modus auf jeden Fall für die Battlefield-Serie.

Zitat:
"Einfach nur 'niedagewesen" zu sein, muss für einen neuen, guten Gamemodus nicht unbedingt von Vorteil sein" (O-Ton)


Die Frage war aber nun auch: 'Was geschieht mit Battlefield 2?'

Auch hierauf wusste Marcus Nilsson eine sehr interessante Antwort:

Man will die BF2-Spieler nicht zwingen, auf BF2142 umzusteigen, obwohl die "Gun- und Vehicel Erfahrung" leicht besser und das Spiel im Durchschnitt schneller sein wird. Mit BF2 hätte man "...letzten Monat 790.000 BF2 Spieler" gehabt. Die Zielgruppe für BF2142 sei die der "..Sci-Fi Interessierten, die BF2 noch nicht gespielt haben...".

Es soll jedoch eine Möglichkeit erdacht werden, wie BF2-Spieler, die BF2142 spielen eine "Belohnung" für die "Serien-Treue" erhalten könnten. Möglicherweise auch (oder zusätzlich) eine (aktivierbare) Funktion, mit der alle 2142-Spieler sehen können "Aha..die spielen alle auch BF2".

Näheres hierzu ist jedoch noch nicht bekannt.


Quelle

Erstellt ... 01.07.2006
Autor ... BF-News|Humme-o-War
Hits ... 4.590
Kommentare ... 0
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