Hummel wills wissen...Team.Germany.BF2: Clanbase NationsCup Quo Vadis BF2-eSport?
 | Im Interview:Constantin "Coci" Pröll
TeamCaptain Team.Ger.BF2
im
Clanbase NationsCup X |
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Stell dich doch bitte unseren Lesern kurz vor.
Ich bin Constantin aka. Coci. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus dem
malerischen Augsburg. Habe 2006 mein Abi gemacht und bin derzeit
Zivildienstleistender in Behindertenwerkstätten. Habe vor, nächstes Jahr in
München mein Studium zu beginnen. Ich komme aus Desert Combat Zeiten und bin
seit der Demo mit an Board von Battlefield 2. Ich kam über
GermanTacticalWarfare, Reloaded-Gaming, StarComa zu ping-of-death, wo ich vor
einigen Monaten meinen Dienst aus mehreren Gründen quittierte. Ich war unter
Reloaded-Gaming Squadleader und sonst Infanterist/Commander und habe so -
wenn man das so überhaupt ausdrücken darf - meine BF2-"Erfahrung" gesammelt.
Du hast den Posten des Teamleader für die "12on12-Abteilung" des Team
Germany.BF2 im Clanbase NationsCup X übernommen. Wie kamst du dazu?
Dinge im Leben ändern sich. Man beginnt neue Lebensabschnitte, will damit
eigentlich Dinge wie vielleicht BF2 beenden und schwupps, kommt doch alles
anders. Du langweilst dich, hast an einem Abend Langeweile, liest vom
NationsCup in der CB und meldest dich einfach aus einer Laune heraus als
Team-Ger-Captain an :) Schwupps war ich auf Grund des geringen NC-Interesses
unserer Community Team Captain. Und ich freue mich, dass ich viele
Mitspieler gefunden haben, die für solch einen 12on12 Cup Spielspass und
Ehrgeiz mit einbringen wollen.
Wie seht ihr "unsere" Chancen im NationsCup? Wer sind die Favoriten,
wer unsere/euere "Angstgegner"?
Nun, entweder versagen wir total oder wir kommen gut voran. Ich bezweifle,
dass die Schere zwischen den Teams so weit auseinander geht, wie manche
denken. Jedes Land hat bei einem solchen Cup Probleme, die absolute Elite von
BF2 zu besorgen, weil einfach viele der sehr guten Spieler im 8on8-Bereich
hocken und nicht in der 12on12 Schiene. Ich denke, wir überleben die
Gruppenphase, dannach kommen noch vier Spiele. Halbfinale/Finale..wäre natürlich
schon erstrebenswert.
Wir haben einige Leute mit gutem Spielverständnis und andere, die noch einiges
nachzuholen haben. Wie die Trains gegen angebliche Favoriten wie "Polen"
zeigten, müssten wir nach anderem Favoritendenken gut mit dabei sein.
Angstgegner wären hierbei UK mit guten 12on12 Clans, Spanien in Infmaps und
Norwegen mit dem Skandinavienbonus.
Ein Tip fürs Finale? Was ist das "Minimalziel"?
Ich bin mal optimistisch und stelle mich gegen die Meinung der meisten
deutschen BF2-Spieler. Deutschland vs. UK. Minimalziel ist natürlich die
Gruppenphase zu bestehen, denn genug Leute für Clanwars/Trains bekommen wir
zusammen.
Die "Big Teams" haben sich speziell in Deutschland nie richtig
etabliert. Woran mag das gelegen haben?
8on8 ist die perfekte Größe für ein actionreiches Spiel auf 16er Maps.
12on12 eine geeignete/gute Spielerzahl für 32er Maps. Da ein 8on8 Team bei
großem Spielspass leichter in Ligen etc. zu verwalten ist, war es einfach
die praktischere Lösung. Ebenso die Vorgängerspiele von BF2. Keines war -
man möge mir verzeihen, falls ich falsch liege - richtige 12on12 Spiele,
sondern eher 10on10 und etwas weniger. Da fällt es leichter, eine Posi
wegfallen zu lassen, statt einige mehr im Spiel oder außerhalb verwalten zu
müssen. Im Grunde etwas schade, da 12on12 definitiv Spaß macht und das auch auf
Clanwarebene (Auf Grund des hohen Actionanteils, Dank der vielen Vehicel
;-) )
Brächte es Battlefield generell weiter im eSport voran, wenn man mehr
Events auf die "Tiny-Teams" (6on6 und darunter) ausrichten würde? Diese
Modi sind ja äusserst beliebt - was unter anderem am geringeren
"Organisationsaufwand" liegen mag?
Nun ich denke, um ein Spiel im eSports erfolgreich zu machen, muss es
spannend für Zuschauer und Spieler sein. Wenn ich auf einer 16er Map mit vier
Mann herum hüpfe, keinen Panzer/Chopper/Jet habe ist das definitiv etwas weniger
abwechslungsreich für beide angesprochenen Parteien. Ebenso die Sache mit der
Action pro Minute. Wenn ich 16 Spieler sehe, ist die Wahrscheinlichkeit
deutlich größer, als bei acht, die an verschiedenen Ecken der Map laufen.
Daher lieber 8on8s mit großen Preisen, statt die "Tiny-Teams", welche eher
als Lückenfüller und "Funturniere" auf Lans/Online durchgehen sollten.
Wie weit hat es BF2 im eSport gebracht? Wie sieht deine Prognose für BF2 als eSport-Titel aus? International ist ja sehr viel geboten - sogar ein BYOC-Turnier in der aktuellen CPL!
BF2 hat sich etwas besser entwickelt, als ich anfangs erst gedacht hatte.
Der mangelnde Esports-Support in Anbetracht der Spielengine, war ja schon ab
der Demo zu sehen. Natürlich haben die vielen EPS-Saisons von EA/ESL dann
dazu beigetragen, dass das Spiel auch in "hoch"-professionellem Stil in
Deutschland gespielt wurde. Leider fehlt wegen der mangelnden
Basis/Engineunterstützung der wirklich fließende Übergang von Amateur zu
Profi. Es herrscht hierbei eine riesen Kluft. Und wie soll sich ein Spiel
im eSports so gut behaupten können, wenn die Basis an Spielern nicht
wirklich groß Interesse zeigen kann, aufgrund der großen Unterschiede. Wenn
nur Top-Teams ihre Coverage in Streams bekommen, weil es definitiv etwas
umständlich ist - mit fehlendem Spec-Modus - diese überhaupt zu casten, bleiben Amateuere auf der Strecke, denn wer macht sich wegen Teams ohne
"bekannte" Namen schon so viel Arbeit?
Mit dem Patch 1.10 bekommt BF2142 eine Art "Spectatormodus". Wäre dies auch unbedingt noch für BF2 einzubauen? Würde das im BF2-eSport jetzt noch einen Effekt zeigen?
Nun, so leid es mir tut, aber ich denke, durch diesen neuen Specmodus wird
BF2142 vielleicht sogar BF2 noch überholen, bzw schneller.
Wenn so ein Modus noch rasch für BF2 rauskommen sollte, könnte man BF2
vielleicht im eSport in Deutschland wieder etwas aufpäppeln und das vielleicht
sogar zukunftstauglich. Ich würde es mir wünschen, auch wenn die Chancen -
aufgrund des Absinkens der Spielerzahlen/Aktivität im "Pro"-Bereich -
schlecht stehen, da zu viel Zeit vergangen ist.
Muss eSport generell "Spaß" machen oder muss in erster Linie der "Erfolg" und "Prominenz" da sein?
Spaß muss das Spiel der Basis machen. Wenn man sich Profi schimpfen will,
sollte Ehrgeiz auf Erfolge und eben das Spiel für bestmöglichste Leistung
über dem Spielspaß stehen. Wenn ein Spiel keinen Spass macht, weder im
Clanwar noch auf Public, dann hat es wenig Interessenten und folglich die
Profis darin keine Prominenz und aufgrund von fehlenden Events, keinen
Erfolg.
Kann man in Deutschland überhaupt von "professionellem eSport" sprechen? Was wäre deine Defintion hiervon?
In Bereichen wie Warcraft 3 und Counterstrike sicher. Im Bereich BF2
teilweise. Aber wohl nur wirklich von den Top-Teams wie z.B. Dignitas.
Professioneller eSport hat meiner Meinung nach weniger mit Spielspaß zu
tun, sondern mit Spielen um Geld/Preise zu gewinnen. Große Investitionen von
Zeit und Arbeit, welche einzig und allein dem Zweck dienen, die Beherrschung
des Spiels zu "perfektionieren", um dann in Ligen/Turnieren oben zu stehen...
und dies international wie national.
Was hältst du von BF2142?
Eigentlich wenig, da mich das Spiel eher an BF2 erinnert, als an ein
eigenständiges Game. Es ist für mich eine Mod, die mich an G-Police und
Future Cop ( Spiele für PS ) erinnert. Mods zerstören oft den Zusammenhalt
eines Games, da sie die Community leider oft teilen. So sehe ich das auch
mit dem neuen Battlefield. Das Neue wird vorerst keinen wirklichen Neubeginn
mit dem neuen Spiel einleiten, eher eine Teilung - ehe vielleicht zum Ende
hin, mit zunehmendem Support von EA und Co., nur noch BF2142 im Bereich
eSports gespielt wird.
Falls du unseren Lesern noch etwas mitteilen möchtest, ist jetzt die Gelegenheit!
Auch wenn unsere lieben Landsmänner unserem Team oft nicht viel zutrauen, so
kann ich ihnen versprechen, dass dieses 12on12 Team in der letzten
EPS-Saison sicher bis zum Ende durchgehalten und nur knapp die Finals
verpasst hätte! Wir geben unser Bestes und ich hoffe das tägliche Train (
ab 18:00 Uhr, 7 Tage die Woche ) bringt etwas.
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