Einige Wochen wechselten sich großzügige Übernahmeangebote, prompte Zurückweisungen, Machtgebaren, aufgeregte, wie in Versuchung geführte Aktionäre und erneute Vorstöße ab. Man fühlte sich fast ein wenig wie am Ententeich im Frühling. Dann kehrte im Übernahmepoker von Electronic Arts und TakeTwo Ruhe ein. Gespannt beobachteten alle den Release des mit Spannung erwarteten Titels
Grand Theft Auto 4, der allem Anschein nach tatsächlich für klingelnde Kassen sorgt. Aber auch für ruhigen Schlaf?
Hier wird man sicher noch warten müssen, ob der Verkauf so durchschlagend erfolgreich sein wird, dass man im Hause TakeTwo keinen Gedanken mehr an eine Übernahme durch Branchenriesen Electronic Arts verschwenden muss. Trotz des furiosen Starts ist noch lange nichts ausgestanden. Das weiß man auch bei der amerikanischen Aktiengesellschaft und nimmt nun das Ruder selbst in die Hand, bevor der ungestüme Verehrer abermals für Wellengang bei den verunsicherten Aktionären sorgen könnte.
Aktuelle laufen Verhandlungen mit mehreren Interessenten, so eine Sprecherin des Unternehmens. Um wen es sich dabei handelt, steht weiterhin zur Diskussion. Electronic Arts bleibt nach wie vor am Ball. Zwar wurde das Übernahmeangebot von zwei Milliarden US-Dollar abgelehnt, aber man gibt sich trotzdem hoffnungsvoll, dass man notfalls durch weiteres Werben irgendwann erhöht wird. Zum Verkaufserfolg von GTA4 befragt, entgegnete man bei EA, dass man wussten, dass der Titel ein großer Erfolg werden würde. All das habe man in seinem Angebot von zwei Milliarden US-Dollar bereits einkalkuliert.
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Bildquelle: 411Mania)