 Eine interessante Meldung aus der Kategorie Kurios haben die lieben Kollegen von CryEdit entdeckt. Hier spielt eine echte Pflanze Crysis und das im Rahmen des Forschungsprojekts Biological Computing an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Wie ihr aktueller Skill ist oder ob der Shooter ihr überhaupt Spaß macht, lässt sich leider nicht ermitteln, aber das ist auch nicht so wichtig. Doch wie funktioniert ihr Spiel? Es ist letztlich alles eine Frage des Lichts. Die CryEngine 2 und die natürliche Reize der Raumausleuchtung verbinden sich.
Dadurch wird die Zimmerpflanze photosynthetisch angeregt, wobei dann die botanischen Reaktionen auf die Steuerung des Egoshooters übertragen werden, so dass sich eine Feedbackschleife ergibt. Als Sensor für die pflanzliche Reaktion dient eine Art Pflanzen-EKG, welches in der Lage ist, selbst geringste Spannungsveränderungen wahrzunehmen. Es ergibt sich daraus ein waschechtes Aktionspotenzial samt Amplitude, das man aufzeichnen kann. Wer etwas in der Zellbiologie und Physik zuhause ist, weiß, dass die Zeitkonstanten zwischen dem Pflanzenorganismus und der für uns realen Zeit im Spiel differieren. Hieraus lässt sich eine Spannung gewinnen, die man auf die Steuerung übertragen kann, was ein ziemlich langsames und nicht besonders zielgerichtetes Spiel möglich macht. Im Rahmen der Jahresaustellung 2008 ist das Projekt an der KHM Köln vom 17. bis zum 19. Juli im lab3 ausgestellt. Wer Zeit hat, kann einmal vorbei schauen und uns berichten, was die Pflanze spricht und ob sie einen Treffer landen konnte.
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