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Hummel-o-War's BLOG
  08.08.2008 - 22:09 - Was wollt ihr denn hier? - Gedanken eines Redakteurs.  
Was wollt ihr denn hier? - Gedanken eines Redakteurs.

Heut war mal wieder ein schöner Tag. Die Sonne schien schon um 7 Uhr durch einen Fensterspalt direkt in mein Gesicht, die Bauarbeiter haben vor der Wohnung schon ihr erstes Bier geöffnet und die Katze hat ihr Gewölle passend durch die Unterwäscheschubladen verteilt. Zeit zum Aufstehen. Nein, es ist nicht Montag. Nach dem üblichen Blick in den Spiegel, kalter Dusche und Cola-Frühstück sehe ich wie jeden Morgen interessiert meinem Mailprogramm beim Umschaufeln der nächtlichen elektronischen Postwurfsendungen zu. Mittlerweile stehen die Wetten übrigens gut, dass die täglichen E3 Meldungen der letzten Wochen wieder vom üblichen Spam um Viagra und Co weit auf die hinteren Plätze verbannt werden. Wobei ich natürlich wehmütig an die Zeit zurück denke, an denen mich fremde Personen zu Kasinoabenden oder privaten Treffen einluden und mit den heißesten Nachrichten um die neusten Spielehits konkurrierten. Office pfiff in dieser Zeit aus dem letzten Loch und ich zählte mit steigender Begeisterung den Countdown bis der Postmeister wieder auf mein hektisches Mausklicken reagiert.

Mehrere Mails fallen natürlich sofort immer in mein Blickfeld: Dringend, Ultradringend, Überaus Ultra Megawichtig - in der Tat darf der moderne virtuelle Arbeiter dankbar sein, dass es mehr als acht Zeichen am Stück gibt, bzw rigide DOS-Zeiten der Vergangenheit angehören. So können sich auch mitteilungsbedürftige Zeitgenossen die Priorität nicht nur durch Versandbestätigung sondern auch mit einem persönlichen Touch an Betreffzeilenverzierung erweitern.

Nachdem ich mein Gilgamesch Schwert (Stufe 80 +30 Verzweiflung -5 Organisation) zur Zerschlagung des gordischen eMailknotens eingesetzt habe, teilt sich die Flut an Information wie anno dazumal das rote Meer vor Moses. Nein, das ist keine Instanz von WoW, sondern der aus der Bibel mit den 10 Geb...ach egal. Lernt man sowas heut überhaupt noch zwischen "Wie programmiere ich mir einen Dietrich"-Grundkurs und dem "So trickst man Google aus" Aufbaulehrgang?

Google ist übrigens ein gutes Stichwort.

Man hat es als On-Liner ja durch den Brillenriesen nicht ganz leicht. Laufend gibt es Elemente zu beachten, so dass ihr, liebe Leser, über die "SuFu" Zeile des Rätselriesen auch zu meinem Geschreibsel hier findet. Ob das alles zombifizierende "Ich-such-mal-in-Google" ein neues Mantra der Generation-Virtuell ist? Schon längst - leider.

Mit Google kann man alles finden - sofern ihr mit Google überein stimmt, dass ihr gerade die Information gesucht habt, die die Suchmaschine auf den oberen Ergebnisrängen anbietet. Die sind sicherlich qualitativ die Besten, da Google ja alles weiß und mir die Links vorschlägt, die auch gut platziert sind/wurden. Nicht selten finden sich hier allerdings Themen, die leider mit der Anfrage herzlich aber gar nichts zu tun haben. Ok, dann war ich halt zu beschränkt, die Suche richtig anzugeben. Bemerkt hier jemand den geradezu kosmischen Witz?

Nun gut. Qualität kann man halt nicht immer schnell und direkt über Google finden. Was man mit der Suchmaschine finden kann, sind kurz gesagt die zum Suchwort passenden Einträge, die den höchsten Rang, die am Besten konstruierten Querverlinkungen und eine starke Bewertung erhalten oder alternativ durch diverse, auch mittlerweile von *ich-feature-deine-seite-egal-was-drauf-steht-hauptsache-du-zahlst-bei-mir* Hostern angebotenen Toolkits und sogenannten "Google-Optimierern" dorthin gepusht wurden. Egal ob sinnfrei oder Anleitung zum Nobelpreis im Wäscheklammern berechnen. Zumindest: Ein eigens geschaffener Berufszweig - ein dreifach Hoch auf die Jobmaschine! Ein Beruf den niemand bräuchte, wenn eine Suchmaschine das tun würde, was sie auch natürlich und vor allem unbeeinflusst tun sollte: Die besten und passendsten Treffer zu meinem Wissenswunsch liefern. Aber Kapital rul0rt halt...

Schon klar. Das alles ist natürlich ganz primitv gesagt und viel zu undifferenziert, als dass es einer näheren Betrachtung durch Experten und sonstige Google-Versteher stand halten würde. Der Effekt ist jedoch der gleiche: Entweder man schafft es, seinen Artikel durch Ausnutzung aller möglichen Tricks hoch zu platzieren - oder eure Erkenntnis über die Weltformel wird auf Seite 99999 angezeigt, weil die "Weltformel" eben in 99998 anderen Artikeln in anderem Kontext vorkam. Wahlweise in Verbindung mit der Potenzmittel-Weltformel oder dubiosen Abzock.. äh "Bezahldienstleistern mit kleinformatigen AGBs" die euch gegen eine kleine Gebühr erzähle, was es denn für sich hätte, wenn es eine Seite gäbe, die über eine Weltformel berichten würde. Passenderweise findet sich auf diesen Trefferseiten auch die passende Google-Werbung zum Begriff "Weltformel". Oder hat sie die Brillensuche nur schon gefunden...?

Das macht es einem Onlineredakteur nicht gerade einfacher, eröffnet dem paranoiden Verschwörungstheoretiker aber hoffentlich eine ganz neue Diskussionsplattform - diese naütrlich Per Adwords gefeatured, komplett Google-Indiziert und am Besten als Google-Dokument verlinkt, damit man sie auch findet.....

So. Emails sind abgerufen. Jetzt beginnt der spaßige Teil: Fress die bösen Mails, Spamfiltros, friss! Dann kann ich nach knapp 1h auch endlich sinnvoll arbeiten...
  06.04.2008 - 13:13 - Erstkontakt: Hummel und die Konsole #3 - Sockenfach On Line  
Was ist schwieriger, als ein 15 Meter Lankabel, liebevoll "Verdammter Stolperdraht" genannt, dekorativ in der Wohnung zu verlegen um die Distanz vom Internet-Router zur Box zu überbrücken? Richtig! Mit einer XBox seine eMails abrufen! Geht nicht? Klar, hab ich auch gedacht, als ich mich für den dritten Teil meines selbst-Experiments ins Onlinegeschehen stürzen wollte. Beim Anlegen meines Gamer-Accounts musste ich schließlich eine email-Adresse angeben. Wie sollte ich diese abrufen, angenommen ich hätte keinen PC? Es muss also eine Möglichkeit geben. Wahrscheinlich so eine Art virtuelles Sockenfach: Wenn die Fußbekleidung aus der Waschmaschine verschwindet, müssen sie ja auch irgendwo auftauchen.


Hier ist es jedoch wie dort: Weder habe ich bisher das Sockenfach an unserer Waschmaschine, noch ein Postfach an meiner Xbox 360 gefunden. Ich werde hierzu noch den dunklen Herrscher in Mordor befragen. Scheint mir die richtige Adresse.

Achievement: Oh eMail, were are thou

Wobei wir in dieses Paradoxon doch mal näher einsteigen sollten.

Eines können die Konsolen nicht verbergen: Sie wurden zum einen als offline-Spielgeräte konzipiert und zum anderen um firmeneigene Services herum entwickelt. Das hat sehr interessante Folgen. So kann man dank Breitbandinternet zwar mit jeder der aktuellen Konsolen auch online daddeln, Filme herunterladen...ja... aber warum muss ich beim Anlegen meines XBox Live Accounts wie oben genannt eine eMailadresse angeben? Soll das irgendwie ein Programmierer-Scherz sein? Gibt es vielleicht dafür ein Xbox Achievement "Try-a-sinnlos-task" falls man es schafft, das Sockenfach zu finden? Trotz brennen in den Hirnwindungen reift doch die allgemeine Erkenntnis: Das lässt leider das Microsoft-Eigene Interface nicht zu, welches nur auf eigene Services beschränkt ist. Auch könnte man wohl kaum eine Berichterstattung zu Spiel-Y auf einer Internetseite lesen und dadurch erfahren, ob der neue Konsolenkracher auch meinen Spielerwartungen gerecht wird. Try-and-error erhielte hier eine ganz neue, kostenintensive Bedeutung (Standard-XBox AAA-Spiel = 60 Euro).

Fazit: Um am aktiven Onlineleben wirklich teilzunehmen, benötigt man neben einer Konsole der Wahl immer noch auch eine PC (oder MAc, um fair zu sein) mit Internetanschluss. Verquer, aber ein gutes Zeichen, dass der PC so schnell nicht abgelöst werden wird. Ben Cousins (Producer bei DICE) scheint dies erkannt zu haben, als er sagte, dass es viel mehr PCs gibt und geben wird, als Konsolen und damit noch lange nicht die PC Apokalypse eingeleitet ist.

Achievement: Tipp-a-Message

Ach ja. Soziale Interaktion gibt es trotz des eMail-Paradoxons natürlich trotzdem. Ein Freunde- und Nachrichtensystem sorgt dafür, dass man über den Gamertag auch mit Spielbekanntschaften in Kontakt bleiben kann. Dies entwickelte sich für mich nach erster Begeisterung jedoch zu planlosem Horror. Wer sich an die Handy-SMS-Zeiten vor der T9 Einführung erinnert, mag mein Kreuz nachvollziehen können: Durch das Fehlen einer Tastatur war jetzt nicht nur mein Aming im Spiel, sondern auch mein 10-Finger Blindschrift Skill völlig ausgebremst. Mit dem Gamepad-Steuerkreuz und der A-Taste rattere ich seitdem bei jeder Nachricht meiner Kumpels Buchstabe für Buchstabe über die virtuelle Tastatur. Herrlich. Eben mal was tippen...forget it. Die Bestätigungs-Taste klappert schon aus dem letzten Loch ob dieser Beanspruchung. Weniger steinzeitlich und ein absoluter Glücksfall ist hierfür natürlich die Voice-Message Funktion.

Ich denke gerade daran, künftig gesungene Reime zu verschicken.

Achievement: The same procedure...

Zumindest beim Anschluss selbst kann man nicht meckern: Benutze Hummel mit Lankabel. Benutze Hummel+Lankabel mit Routersteckdose und Xbox Slot. Plug & Play - ohne auch nur eine Zeile in der Konfig umstellen zu müssen und es funktioniert sofort. 10 Punkte.

Dass die Premiumfunktion (GOLD Membership) mich für drei Monate 19 Euro kostet (Was für die BFBC Beta nötig, aber nicht für alle XBox Services Voraussetzung ist) und das Anlegen meines Onlineaccount dank "Hit-the-single-Button"-Schreibweise gefühlte 5 Jahre dauerte und den Titel "Anmelde-Prodzedur" wirklich verdient, trübte den folgenden Spaß (hauptsächlich für meine Multiplayer-Gegner) nur wenig.

Nachdem ich nun schon so weit vorgedrungen war, Hürden überwunden und mir sogar extra für Bad Company eine 20 MB Festplatte zugekauft hatte (auf welcher, Microsoft typisch, schon mal 6 MB "vom System" benötigt werden.....) und sogar den Download mit (ungelogen!) High-Speed gleichfalls bewältigte, konnte es nun endlich aufs Schlachtfeld gehen, denn im Rahmen meines Selbst-Experiments "Hummel und die Konsole", steht natürlich noch eine Spiel-Disziplin aus: Der Online-Multiplayer.

Achievement: Whack-a-mole

Nachdem ich BioShock bereits mit nur 1x Savegame reloaden abgeschlossen hatte, fühlte ich mich vor menschlichen Gegnern bereits sicher gewappnet. Passenderweise läuft gerade die Battlefield Bad Company XBox Multiplayer Beta. Battlefield + Multiplayer + Konsole + Hummel = ... ? Nun, die Gleichung wurde schmerzhaft gelöst :D

Die ersten Minuten waren der blanke Wahnsinn, bzw es ist wahnsinn, wie schnell man sich zum Affen machen kann. Hätte ich mir beim ersten Schreck über den unvermittelt auftauchenden Gegner nicht selbst die Gewehrgranate in den Fuß geschossen, hätte ich mir das Gelächter der Mispieler wohl über den Starbildschirm hinaus noch anhören müssen. War natürlich nur ein Funktionstest, ob Friendly-Fire aktiviert ist.

Mit diesem skilligen Einstand kann ja nichts mehr schiefgehen...Halali!

...to be continued
  24.03.2008 - 19:23 - Erstkontakt: Hummel und die Konsole #2 - Eastwood, Clint  
Früher war vieles einfacher, klarer, eindeutiger. Früher gab es unter uns Pubertierenden genau drei Klassen von Kumpels: Diejenigen, die eine Konsole (SuperNES oder ähnliche) besaßen. Immer ein schöner Gag für jede Feier, da man davor gut abhängen konnte. Diesen sozialen Status konnten nur die AMIGA-Besitzer toppen. Mit exklusiven Titeln war damals nicht eine Konsole DER Konkurrent des PCs, sondern der Quasi-auch-PC mit Amiga-Logo. Die echte Elite stellten jedoch diejenigen, die schon anno Duback immer den neuesten Technikfeudel auf dem Schreibtisch stehen hatten: Einen Personalcomputer (bitte hier nicht Denglisch aussprechen – für den Effekt :D). Ein 286, 386 und die ganz aus gutem Hause einen 486DX2. Holla, die Waldfee. Wir waren immer beeindruckt und sahen auf die Konsoleros mit ihrem Bildschirmgedaddel meist hochnäsig herab. Man war schließlich Elite. Nur auf PCs war die Peripherie schon immer multifunktionell – mit einem Flugsimulator-Handbuch konnte man zur Not einen Nagel einschlagen oder den Desktop (=bleischwerer, rießiger Metallgehäuseklotz) als Ersatz für herausgebrochene Mauersteine nehmen oder als tragenden Wandersatz nutzen. DAS gab es ganz sicher nicht auf den billigen Plastik-Konsolen.

Apropos, da war dochtatsächlich noch was. Stimmt. Ich hatte mir ja selbst jetzt solch ein Gerät angeschafft – die Scheuklappen quasi abgenommen. Doch es ist halt wie es ist. Man kommt mit gefüllten Tüten nach Hause, wirft reflexartig den PC an, arbeitet sich durch eMails und andere Redaktionsaufgaben und die Xbox steht in ihrer grünen Umverpackung in der Ecke und schaut erst mal ein wenig traurig ob dieser Missachtung drein.


Da ich aber glücklicherweise mit einer sehr flinken und technisch versierten Frau verheiratet bin (Rekord: Steckdosen Unterputz einbauen: 12 Stück in 8 Minuten – noch nie vorher gemacht), hat sich dieser Zustand schon am nächsten Tag drastisch geändert. Während ich noch auf die geflötete Frage „Wann bauen wir das Teil denn mal auf?“ mit „mmmhh...ja..muss noch dasundas..“ antworte, höre ich schon die scharfe Nagelfeile durchs Plastik fahren. Bis ich so recht realisiert habe, dass die Frage an sich nur salvatorisch gedacht war und mehr ein „ich mach das einfach mal jetzt“ beeinhaltete, war die Box schon aus dem Karton, fertig angeschlossen und der Controller mit allen Beipackmaterialien säuberlich auf dem Boden ausgebreitet.

Nun, was soll man machen. Irgendwann muss man die Konfrontation mit dem neuen Gerät angehen und den Erstkontakt herstellen. Irgendwie habe ich mich trotz Kaufentscheidung wohl noch davor gedrückt. Die Hürde wurde mir jedoch, wie beschrieben, genommen. Step 2 wurde eingeleitet.


Ich bin eigentlich nicht jemand, der gern dicke Handbücher liest (Nachschlagen ist ok). Vor In-Betriebnahme neuer Elektrogeräte werfe ich doch aber zumindest einen Blick hinein um zu sehen, ob es was zu beachten gibt. Dieser Einwurf brachte mir umgehend einen schiefen Blick sowie den Hinweis „Das ist doch Plug'n'Play“ ein. 1:0

Dann tauchte doch ein Problem auf, über das ich mich dann aber nur kurz „freuen“ konnte. Der Controller funktionierte nicht! In Gedanken MS beschimpfend („Toll. MS. Ausgepackt und schon am A... kaputt“), hantierte ich bestimmt drei Minuten herum – bis mir einfiel, dass ein Wireless-Controller womöglich Batterien benötigt. Leichtes Kichern von links. Ein Griff in die Packung, Abdeckung am Controller öffnen, Batterie einlegen – fluchen, warum es immer noch nicht funktioniert – Abdeckung wieder öffnen. Batterie richtig herum einlegen. Anschalten. Ein Lachen von meiner linken Seite. 2:0

Ok. Wenn Madame sich amüsiert, werfen wir doch gleich mal den starken Tobak ein: Bioshock – ein klassischer Shooter, portiert auf Konsole. Ein Frevel in vieler PC-Spieler Augen, aber wohl doch durchaus bekanntes Territorium für einen alten Shooter-Hasen wie mich. Dachte ich.


Nachdem ich am DVD Einlegen nicht scheitern konnte und die Menuführung mehr als simpel zu bedienen ist, sprich: Es läuft alles bis zum Spielstart automatisch, lagen zwischen mir und der großen Beeindruckung nur noch meine Controller Skills. Nach einem kleinen Studium der Knöpfe, möglicher Aktionen und Befehle, sollte es doch losgehen können. Aber es ist halt ein Unterschied, die Bedienung zu kennen und etwas bedienen zu können.

Nachdem ich in der Unterwasserstadt Rapture irgendwie angekommen war, hielt ich mich ja schon fast für ein Naturtalent. Dass ich an fast jeder Ecke durch meine unsensitive Bedienung der Richtungsjoysticks hängen geblieben bin, muss man ja nicht extra erwähnen. Auch das mit dem „nach oben“ und „nach unten“ Schauen löste sich erst, als ich die Joystickbelegung im Optionenmenu invertiert hatte.

Ein kleines Tutorial führte mich durch einige Bedienelemente – doch hier hing ich im wahrsten Sinne des Wortes an einem Hinderniss, dass nur durch kurzes Knien überwunden werden konnte. Das vom Tutorial-Programm angegebene Icogramm für „kriechen“ wollte mir aber einfach nichts sagen, bzw ich konnte es in keinen Bezug zu den vorhandenen Tasten setzen. Kurz bevor ich den Controller hinwarf, fand meine besser Hälfte heraus, wie die Bewegung auszuführen war. 3:0 boah...so langsam bräuchte ich mal ein Erfolgserlebnis.


Gesagt, getan. Nach einer Rundfahrt in einer Tauchkuppel lauerten vor dem Ausstieg schon die ersten Mutierten. Mit einem Schraubenschlüssel in der Hand und trotz völliger Un-Koordination des Bewegungsjoysticks erreichte ich es irgendwie, mein Gegenüber zu Boden zu werfen. Die weiteren Gegner fielen später durch meine steigenden Pistolen-Kunststückchen. Man mutmaßt, dass sie jeweils von den Decken- und Wandplatten erschlagen wurden, die ich durch meine präzise Zielweise so mit Blei vollgepumpt hatte, dass sie geradewegs durch das Gewicht herunter fielen. War natürlich Absicht, da ich die Physik des Spiels ausnutzen wollte. Was? Geht da gar nicht. Frechheit. Was für eine infame Unterstellung!


Ihr entschuldigt. Ich muss noch ein wenig weiter Testen, noch ein wenig Adam sammeln, Big Daddies jagen ... und nach amüsiertem Anraten aus der Sofaecke - mein Zielwasser suchen. Na denn, Prost. 4:0


...TO BE CONTINUED
  19.03.2008 - 22:21 - Erstkontakt: Hummel und die Konsole #1 - Aller Anfang...  
Man ist, was man ist - also sei, wie du bist. So ein sinniger Spruch. Ich persönlich bin seit jeher aktiver Gamer, mal mehr, mal weniger. Ich erinnere mich noch an die "gute alte Zeit", in der es quasi nur Konsolen gab. Vor 23 Jahren saß ich als kleiner Steppke vor einem ATARI 2400 System und pixelte mich mit steigender Motivation durch Autorennen, jegliche Abarten von Space Invaders und anderen Titeln, die man ganzes händisches Können forderten. Mein erster IBM Escom PC (386SX25, aufgerüstet von 1 auf 5 MB Ram!) zog um 1990 jedoch eine jähe Grabenlinie durch meine Controller Handling-Skills. Seitdem habe ich keine dieser Bedieneinheiten angefasst - bis heute. Maus und Tastatur waren meine Begleiter in Command&Conquer, Monkey Island, Wing Commander bis Battlefield 2142 und Team Fortress 2. Gameboy, Playstation und Xbox gingen bislang spurlos an mir vorbei.

Bis jetzt. Bis heute. Bis vor ca einer Stunde.

Ja, ich gebe es zu, ich wurde gelockt und verführt. Ihr könnt euch vielleicht denken, woran es lag. Als Redakteur hat man einigen Einblick in die Gaming-Szene und was man in den letzten Jahren feststellte, war ein immer stärkerer Trend in Richtung Konsolen. Der Markt wächst, die Produkte werden immer besser und spielerisch für mich, der sich nicht wirklich mit der bunten Welt um Mario, Zelda und Co anfreunden konnte, immer interessanter.

Was tut man also, wenn man sich einer Bewegung nicht verschließen möchte? Bevor man altbacken immer auf seinem Standpunkt beharrt, ohne mal "raus gekommen" zu sein? Man probiert sich im neuen Umfeld aus. Ich muss ganz ehrlich sagen, ein gewisses Maß an natürlicher Neugier war auch dabei. So höre ich im Job doch jeden Tag, dass Shooter und Real Time Strategy nichts auf Konsolen zu suchen haben. Manche Sachen muss man einfach mal selbst probiert haben. Meine Meinung. Nun, der Preisverfall auf 199 Euro für eine XBox 360 Arcade Einstiegsmodell haben ihr übriges getan, die Kaufentscheidung zu fördern.

Da stand ich jetzt also vor dem Regal in einer großen Kaufhaus und das ganze Angebot an gefühlt einer Million unterschiedlicher Konsolen-Zeitvernichter liegt vor mir ausgebreitet. Kreative Namen wie "Elite", "Pro", "Arcade" und "Value" machen die Entscheidung nicht wirklich leichter. Die Entscheidung fällt schließlich auf die Xbox 360 Arcade. Für 199 Euro kann man nichts falsch machen und für den Erstkontakt wird es schon reichen. Mich auf Multiplayerebene zum Gespött machen, das werde ich noch eine Weile hinauszögern. Laut Recherche benötigt man für das XBox Live System auch eine kostenpflichtige Membership GOLD um den Onlinepart richtig auszureizen (inklusive Filmdownloads und weiteres). Wie gesagt: Lieber erst mal Trockenübungen auf dem Boden eines soliden Singleplayer Spiels.

Gut, im Nachhinein betrachtet, wäre es für einen absoluten Controller-Noob sinniger gewesen, keinen schnellen FPS Titel wie BioShock zu nutzen. Aber hey...ohne Fleiß kein Preis..oder war es "Schweiß"? Egal. Übung macht den Meister und die KI-Gegner werden schon die Klappe halten. Notfalls bringe ich sie zum Schweigen...hoffe ich.

... to be continued.



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